Colbitzer Lindenwald
(siehe Bild oben)
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dorfe Colbitz befindet sich der größte Lindenwald Europas (ca. 220 ha). Weite Teile des Waldes blieben seit 120 Jahren sich selbst überlassen und sind auf dem Weg zum Urwald. Hier lässt sich erleben wie heimische Laubwälder zu Zeiten der alten Germanen aussahen: Jahrhunderte alte Winterlinden und Stieleichen ragen in den Himmel und über umgestürzten, bemoosten Baumriesen wuchern Kräuter, Haselsträucher und knorrige Hainbuchen.
Ende Juni Anfang Juli stehen die alten Linden in duftender Blüte und locken Millionen von Bienen an. Die üppige Natur lädt dann auch den menschlichen Besucher zu ausgedehnten Spaziergängen ein! Aber auch außerhalb der Lindenblüte kann man den einzigartigen Lebensraum auf zwei Rundwegen (1,5 und 4 km) entdecken. Zum Beispiel Anfang April, denn dann beginnen die weiß blühenden Anemonen den Waldboden zu beleben.
Auf den Urwaldpfaden kann auch geradelt werden - oder man lässt sich von einem mittelalterlichen Waldläufer in die Geheimnisse des Waldes einweihen!
Naturerlebnisse & Gartenträume
... Im Wald und auf der Heide!
Die Region rund um die Colbitz-Letzlinger Heide fasziniert mit einmaligen Natur- und Kulturlandschaften. Das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands garantiert durch die wenig zerschnittenen Naturräume wunderschöne Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt.
Ausgedehnte Kiefernforsten, uralte Mischwälder und große Heidekrautflächen prägen das Bild der Heide. Viele vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Schwarzstorch, Wiedehopf, Baumfalke, Glattnatter, Kreuzotter, Hirschkäfer und die Heideschrecke haben hier ihren Lebensraum. In der jüngsten Vergangenheit zählte sie zu einem der größten Militärgeländen Deutschlands (Militärisches Erprobungsgelände/Heeresversuchsanstalt im Dritten Reich, nach dem Krieg Truppenübungsplatz für die Rote Armee). Heute nutzt die Bundeswehr die Heide militärisch und betreibt hier mit dem lasergestützten Gefechtsübungszentrum einen der modernsten Übungsplätze der Welt. In Abstimmung mit der Bundeswehr werden durch regionale Vereine regelmäßig Wanderungen, zum Beispiel zur Heide- oder Ginsterblüte, angeboten. |
![]() |
Die Heidelandschaft an den Kellerbergen bei Gardelegen ist ein Natur- und Wandergebiet im Norden der Colbitz-Letzlinger Heide. Nicht nur Heidschnucken, eine den Wildschafen nahe stehende, urige Schafrasse, sind hier gern unterwegs. Diese wilde Landschaft eignet sich hervorragend fürs Wandern, Radfahren oder Reiten.
![]() |
Nur wenige Kilometer entfernt beginnt der Naturpark Drömling, eine der reizvollsten Kulturlandschaften in Sachsen-Anhalt. Einst war er ein riesiges Moor, in das im Norden der Fluss Ohre hineinströmte und verschwand. Erst 20 km südlich sammelte sich das Wasser wieder, um als Fluss vereint weiter der Elbe entgegenzufließen.
|
Für Radler und Wanderer ist der Naturpark Drömling und der angrenzende Klötzer Forst ein Paradies. Sie können hier noch Stille und Natur erleben. Die Orte der Verwaltungsgemeinschaft Klötze, die mit historischen Kleinoden aufwarten, bieten gute Ausgangspunkte für Touren.
Gartenträume erleben
Im Jahr 2000 initiierte das Land Sachsen-Anhalt ein beispielhaftes Vorhaben: Aus den rund 1.000 Gartendenkmalen des Landes wurden 40 der bedeutendsten und schönsten Parkanlagen ausgewählt und im Netzwerk „Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ vernetzt. Die Gärten spiegeln die historische Entwicklung der Gartengestaltung vom Barock bis zur Moderne wider. Die Wallanlagen von Gardelegen gehören zu diesem Projekt, denn sie sind die besterhaltenen ihrer Art in Deutschland. Sie entstanden als umfangreiche Parkanlagen auf den Resten der Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgebauten mittelalterlichen Befestigungsanlagen und ziehen sich heute wie ein grüner Ring um den Stadtkern. Sie sind heute ein gern besuchter Ort für Einheimische und ihre Gäste aus Nah und Fern.
Der Stadtpark von Tangerhütte zählt zu den schönsten Parkanlagen der Altmark und liegt ebenfalls an der Route „Gartenträume“. Das 22 Hektar große Gelände im französischen und englischen Gartenstil entstand 1872 auf Anregung von Franz Wagenführ, einem der Gründer der Eisenhütte.
|
![]() |
Schloss und Park Hundisburg
Hundisburg bedeutet die geniale Verbindung einer norddeutschen Burganlage, früher Hunoldesburg, mit einem venezianischen Palast und einem französischen Garten. Ende des 17. Jahrhunderts veranlasste Johann Friedrich II. von Alvensleben den barocken Um- und Neubau des Schlosses und die Gestaltung des barocken Gartens durch den Braunschweiger Landbaumeister Hermann Korb.
|
|
Der Magdeburger Kaufmann Johann Gottlob Nathusius erwarb 1810 das säkularisierte Kloster in Althaldensleben und 1811 das Schloss Hundisburg. Dies ermöglichte ihm beide Besitzungen mit einem rund 100 Hektar großen Park im Stil englischer Landschaftsgärten zu verbinden. Seit 1991 wird der Barockgarten auf der Grundlage eines Bestandsplanes von 1740 sowie von acht historischen Garteninventaren schrittweise rekonstruiert und restauriert. Auch der 100 Hektar große Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert wird seiner überkommenen Gestaltung gemäß instand gesetzt. Aufwand und Pracht des barocken Gartens, Größe und landschaftliche Schönheit des Parks sowie über 150 einheimische und fremdländische Gehölzarten verlocken in jeder Jahreszeit zu einem Besuch.
Ein besonderes Erlebnis verspricht eine Radtour auf
|
|
Ein beliebtes Ausflugsziel westlich von Haldensleben ist das Landschaftsschutzgebiet Flechtinger Höhenzug. Dichte Wälder bedecken den zur abwechslungsreichen Hügellandschaft abgetragenen ehemaligen Gebirgszug. Sagenumwobene Gesteinsformationen und Steinbruchseen erfreuen den Wanderer ebenso wie jahrhundertealte Eichen und andere Naturschätze. Die Fachwerk- und Natursteingehöfte in den Dörfern des Höhenzuges umgeben oft historische Gutshäuser oder die Reste alter Burgen, so auch im Luftkurort Flechtingen mit dem malerischen Wasserschloss. Am Rande des Flechtinger Höhenzuges finden sich gleich zwei Orte der Tourismusinitiative „Gartenträume“: der Schlosspark Seggerde im Westen und der Landschaftspark und Barockgarten Hundisburg im Osten.
![]() |
Jävenitzer MoorDas Jävenitzer Moor ist ein seltenes, charakteristisches und für die Altmark typisches Hochmoor. Es liegt inmitten eines geschlossenen Kiefernwaldes in der Colbitz-Letzlinger Heide und befindet sich 2,5 km südlich vom Kloster Neuendorf in einer Senke der Saale-Elster-Eiszeit am Übergang zum herzynischen Trockengebiet. Es umfasst eine Größe von 14 Hektar.
|
Urwaldführung im Colbitzer LindenwaldSie werden vom mittelalterlich gewandeten Räuberhauptmann Odenburg begleitet. Auf verschlungenen Pfaden führt er durch eine bizarre Urwaldvegetation, die seit 1890 sich selbst überlassen blieb.
|
|
BITTE BEACHTEN: Alle Führungen finden erst ab 10 Personen statt, sollten trotzdem weniger als 10 Personen an Führungen teilnehmen, muss für 10 Personen bezahlt werden.






