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Die Bockwindmühle wurde nach mündlicher Überlieferung etwa um 1861 von Alexander Theodor Lüders erbaut. Später wurde Herman Röhle, ein Nachfolger der Wehrmüllerfamilie Röhle aus Zielitz, der Besitzer der Mühle. Im Laufe der Zeit wurden mehrere Teile erneuert, so im Jahre 1893 die Königswelle und 1901 der Wellkopf. Der Sackaufzug trägt die Jahreszahl 1923. Mehrere Jahrzehnte schenkte der auf dem Bock stehenden, drehbaren Mühle kaum jemand Beachtung, da mit dem Aufkommen der Motorenmühlen die Windmühlen nicht mehr wirtschaftlich arbeiteten. Die Mühle verfiel zusehend.
Am 30. Oktober 1990 wurde der „Verein zur Erhaltung der Bockwindmühle Lindhorst“ e. V. gegründet. Die Erhaltung der Mühle wurde mit Fördermitteln, Spenden und der Unterstützung der Kommune realisiert. Spektakulär war die Umsetzung der Mühle auf Gemeindeland am 30. Mai 1992. Etwa 2000 Zuschauer waren dabei, als ein Kran den Koloss 57 Meter durch die Luft balancierte. Heute ist die Mühle ein beliebtes Ausflugsziel und Besichtigungen können jederzeit mit dem Mühlenverein vereinbart werden.
Geschichtliches & Landleben
Eine kleine Landpartie!
Begeben wir uns auf einen Ausflug mit Blick hinter die Kulissen. Zum Beispiel die alten Mühlen – auch wenn sie nicht mehr zur Erzeugung von Schrot und Mehl dienen, so wecken sie bei dem ein oder anderen Besucher einen Hauch von Romantik. Manche Mühlen laden sogar noch zu einem Blick in ihr Inneres ein.
Die um 1830 errichtete Bockwindmühle Grieben wurde im Jahre 2000 abgebaut und die noch verwertbaren Teile zum Wiederaufbau eingelagert. Im Oktober 2003 konnte dank der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER und der Gemeinde Grieben der Wiederaufbau der Bockwindmühle begonnen werden. Auf Initiative der Gemeinde Grieben gründeten 18 Bürger den Windmühlen- und Heimatverein e. V., der zurzeit 53 Mitglieder zählt. Hauptanliegen des Vereins besteht darin, dieses Bauwerk nach der Fertigstellung zu nutzen und alte Handwerkerkunst zu besonderten Anlässen zu präsentieren. Jedes Jahr finden Veranstaltungen statt, die jeden zum Verweilen einladen.
Auch hier führte die Idee, eine über 150 Jahre alte Mühle zu retten, zur Entstehung eines sehenswerten Ausflugsziels, das „Hotel & Landhaus Auerbachs Mühle“ in Wolmirstedt. Die kleine historische Mühle, die sehr verkehrsgünstig und doch ruhig gelegen ist, wurde 1994 um ein gemütliches Hotel und Restaurant erweitert. Lassen Sie sich als Besucher oder Gast von dem persönlichen und herzlichen Flair der Auerbachs Mühle verwöhnen.
Vierseitenhöfe, eine Hofart, die für die Börde und Heideregion repräsentativ sind, werden heute vielerorts liebevoll und aufwendig restauriert und mit neuen Nutzungskonzepten präsentiert.
Die Mittellandhalle, Breiteweg 147 in Barleben, ist so ein denkmalgeschützter Vierseitenhof. Im Jahr 2004 entstand nach umfangreicher Sanierung ein Sport- und Kulturzentrum mit modernster Ausstattung. Zahlreiche Veranstaltungen wie Musikkonzerte, Sportevents und Heimatfeste beleben die Kulturszene. In der Anlage integriert sind die Dreifeld-Sport- und Veranstaltungshalle, die Gaststätte „Barleber Hof“ und der Gemeindesaal.
Das schlossartige Wohnhaus beherbergt zurzeit das internationale Gymnasium „Pierre Trudeau“.
Museumshof Colbitz
Das Gehöft liegt im ältesten Teil des Dorfes Colbitz. Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelte es sich zu einem Vierseitenhof, der die Dominanz der landwirtschaftlichen Betriebe in dieser Region widerspiegelte. Auf den Hof gelangt man von der Ortsstraße (früher: In`n Oort) durch den landschaftstypisch gemauerten Torbogen bzw. durch die seitliche Pforte. Die vollständige Entwicklung des Hofes endete im Jahr 1881. Nachdem der Bauernhof über hundert Jahre im Besitz der Familie Kammerhoff war, ging er in den 1950er Jahren in den Besitz der Gemeinde über. Rechts vom Torbogen befindet sich der Hofbrunnen. Die Befestigung des Hofes besteht aus Natursteinen, in dessen Gelände der Besucher eine große Anzahl alter landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte entdecken kann.
Über 700 Exponate künden von der Geschichte der Heidegemeinde Colbitz in diesem Vierseitenhof. Unter den Ausstellungsstücken befindet sich u. a.: Exponate aus der Ur- und Frühgeschichte bis zur Separation, bäuerlicher Hausrat, Backen, Buttern, Spinnen sowie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, Gegenstände und Werkzeuge ansässiger Gewerke; Informationen zu Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz sowie eine sehenswerte Eulenausstellung. Weiterhin findet man eine Ausstellung über das Leben Johann Heinrich Schulzes, einem gebürtigen Colbitzer, der als einer der letzten Universalgelehrten Deutschlands und als Urvater der Fotografie gilt, da er 1717 in Halle die Lichtempfindlichkeit der Silbersalze entdeckte.
Im Außenbereich sind eine Streuobstwiese und ein Bauerngarten angelegt. Besondere Beachtung finden dabei alte Obstsorten.
Heimatmuseum „Knackmuss`scher Hof“
Der „Knackmuss`sche Hof ist eine der ältesten bäuerlichen Hofstätten der Gemeinde Letzlingen. Erstmals wurde er urkundlich im Jahr 1725 als Standort einer Ziegelei erwähnt. Von 1909 bis 1953 wurde der Hof von Familie Johann Friedrich Knackmuß privat bewirtschaftet. Als die Landwirtschaft kollektiviert wurde, ging der Besitz in die Produktionsgenossenschaft über. Von 1955 bis 1990 wurden die Stallgebäude als Kuh- und Schafställe genutzt. Im Jahr 1993 wurde der Hof von der Gemeinde Letzlingen übernommen, aufwendig restauriert und ein Heimatmuseum zog 1999 ein.
Dem Besucher wird ein Eindruck vom dörflichen Leben vermittelt. Im anschließenden Teil der Heimatstube befindet sich eine Ausstellung his-torischer landwirtschaftlicher Geräte. Auf dem Gelände des Museumshofes werden Freiluftveranstaltungen durchgeführt, welche sich großer Beliebtheit erfreuen.
Das 1910 gegründete Museum Haldensleben ist ein Regionalmuseum mit den Schwerpunkten Kulturgeschichte der Region Haldensleben und Kulturgeschichte der Biedermeierzeit. Daher stehen zum einen archäologische Funde der Reitende Roland und zum anderen kunsthandwerkliche Keramik und Möbel im Mittelpunkt der Ausstellungen. Zwei zum Museum gehörende Fachwerkhäuser bilden darüber hinaus mit Hühnerhof und Blumengärtchen ein kleines Freilichtmuseum des biedermeierzeitlichen Stadtlebens. Ein Teilnachlass der Brüder Grimm gehört gar zum europäischen Kulturerbe und steht im Mittelpunkt einer Ausstellung mit überregionaler Bedeutung. Vom Museum Haldensleben aus gibt es zahlreiche Querverbindungen in das Ecomusée Haldensleben-Hundisburg. Der Hahn Hans ist speziell für Kinder da und führt in die märchenhaften Winkel der Museumslandschaft.
Das Museum Wolmirstedt
Die Entstehung des Heimatmuseums beruht auf das Wirken einer Arbeitsgemeinschaft für Heimatpflege, in der das Sammeln und Erfassen von Altertumsfunden zur Aufgabe gemacht wurde. Am 25. Dezember 1925 trat die Arbeitsgemeinschaft mit einem Artikel an die Öffentlichkeit, der zur Gründung eines Heimatmuseums im Kreis Wolmirstedt aufrief. Im Laufe des Jahres 1926 war das Museum Wolmirstedt in privater Hand und bestand aus Sammlungen und Spenden der Bevölkerung. Am 1. Dezember 1927 änderte sich der private Status des Museums durch staatliche Anerkennung.
Ab 1981 wurde mit der Bruchsteinscheune auf der Schlossdomäne ein dauerhaftes Domizil geschaffen. Es wurde mit der kontinuierlichen Erweiterung der Museumsbestände begonnen. Im Jahr 2000 eröffnete das Museum die erste Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt Wolmirstedt. Die naturkundliche Dauerausstellung „Lebensraum Ohreniederung“ und der Restauwald „Das Küchenhorn“ wurde im Jahr 2002 eröffnet. Es entstanden in den darauf folgenden Jahren historische Schauwerkstätten: Stellmacherei, Schmiede und Sattlerei. Im Jahre 2006 entstand die neue Dauerausstellung „Geologie und Nutzung der Bodenschätze des Landkreises Börde“. Die Ausstellungen veranschaulichen die Entwicklung der Stadt Wolmirstedt von der ersten schriftlichen Überlieferung bis zur Industrialisierung.
Eine besondere Rolle spielt das städtische Handwerk.
Das Museum bietet neben Führungen im Museum auch Stadtrundgänge, spezielle Kinderkirchenführungen in der Schloss-kapelle, verschiedene museums-pädagogische Projekte sowie Vorträge zu unterschiedlichen Themen an.
Das Museum in Gardelegen befindet sich am Rathausplatz 10, in unmittelbarer Nähe des Rathausturmes. Das Gebäude war von 1657 bis 1970 eine Apotheke. Neben einer Apothekenausstellung präsentieren die neun Räume auf drei Etagen zahlreiche Erinnerungsstücke an einige besonders interessante und bedeutsame Abschnitte der Stadtgeschichte, so z. B. an die seit dem 14. Jahrhundert betriebene Bierbrauerei (Garley-Bier) und die im 19. und 20. Jahrhundert hier ansässige Knopffabrikation. Das Ackerbürger- und Garnisonsstädtchen, als das Gardelegen bis 1945 bekannt war, findet sich ebenso ausführlich dargestellt wie Gardelegens berühmter Sohn, der Kabarettist Otto Reutter (1870 - 1931).
Das Stadtgeschichtsmuseum Gardelegen ist regulär montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet und lädt zu einem Besuch ein. Nach Absprache sind auch jederzeit Sonderöffnungszeiten möglich.
BITTE BEACHTEN: Alle Führungen finden erst ab 10 Personen statt, sollten trotzdem weniger als 10 Personen an Führungen teilnehmen, muss für 10 Personen bezahlt werden.