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Technik und Handwerk


Tipp
Adler-Apotheke Wolmirstedt
Vorstellungen im Heilkräutergarten.


Wasserstraßenkreuz Magdeburg (mind. 10 Personen)


(Bild siehe oben)
Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Schifffahrt und ein technisches Meisterwerk ist das Wasserstraßenkreuz. Der Kern des Wasserstraßenkreuzes ist die fast 1 km lange Trogbrücke, welche den Mittellandkanal über die Elbe führt und somit die längste Kanalbrücke der Welt ist. Große Motorschiffe und Schubverbände können die Elbe ohne Umwege überqueren und haben dadurch eine Fahrwegersparnis von 12 km. Die Ost-West-Wasserstraßenverbindung bietet beste Voraussetzungen für den Wassertourismus. Die Seitendämme der Kanalbrücke eigenen sich hervorragend für Spaziergänge und Radwandertouren.

Ein weiteres attraktives Ausflugsziel am Wasserstraßenkreuz ist das Schiffshebewerk in Rothensee. Das historisch technische Denkmal zeigt die Entwicklungen in der Wassertransporttechnik, im Gegensatz zur hochmodernen Sparschleuse, welche sich in unmittelbarer Nähe befindet. Von einer Aussichtsplattform, 13 m über dem Wasserspiegel des Mittellandkanals, kann man den Schleusendurchgang beobachten.


Technik und Handwerk



Technik die begeistert!


Technische Höchstleistungen und interessantes Handwerk sind hier zu bestaunen.


Das 1932 erbaute Wasserwerk (WW) Colbitz nutzt die ausgedehnten Grundwasservorkommen der Colbitz-Letzlinger Heide.
Wasserwerk Colbitz TWM
Seit 1994 wird das WW Colbitz von der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) betrieben.
Die Colbitz-Letzlinger Heide ist ein im Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt festgeschriebenes Vorranggebiet für die Wassergewinnung. Sie hat deshalb eine hervorragende Bedeutung für die gegenwärtige und zukünftige nachhaltige Sicherung der öffentlichen Trinkwasserversorgung Sachsen-Anhalts.
Das WW Colbitz ist das größte Grundwasserwerk Sachsen-Anhalts. Mit seinen Anlagen zur Grundwassergewinnung, der überjährlichen Speicherung in Verbindung mit besten Grundwasserneubildungsbedingungen in einem über 150 km² großen Einzugsgebiet und den Möglichkeiten der Grundwasseranreicherung durch die Überleitung und Versickerung von Ohrewasser, hat es eine große Bedeutung und ist unverzichtbar.
Das WW kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Im Juni findet jährlich ein Tag der offenen Tür auf dem Gelände des WW statt. Eine besondere Attraktion ist das artgerecht gehaltene Nilkrokodil Theophila, welches bei diesen Gelegenheiten besichtigt werden kann. Weitere Informationen unter: www.wasser-twm.de .

Das Kaliwerk Zielitz gehört mit über 1700 Mitarbeitern zu den bedeutensten industriellen Arbeitgebern im Großraum der Landeshauptstadt Magdeburg. Die ergiebige Lagerstätte gehört mit ihrem hohen Wertstoffgehalt an Kaliumchlorid und ihrer Mächtigkeit zu den wertvollsten in Deutschland. Rund 450 Mio. Euro wurden seit 1994 in die Modernisierung und Rationalisierung der unter- und vor allem übertägigen Anlagen investiert. Mit den modernen Produktionseinrichtungen für Düngemittel und Industrieprodukte sowie der Untertage-Deponie ist Zielitz ein wichtiges Standbein im Verbund der K+S Gruppe. Außerdem ist das Kaliwerk Zielitz ein anerkannter Ausbildungsbetrieb, der zurzeit rund 160 junge Menschen zu Berg- und Industriemechanikern, zu Energieelektronikern, Chemikanten sowie in kaufmännischen Berufen ausbildet.

Ziegelei Hundisburg

Die Kunst Ton zu formen und zu brennen ist ein uraltes Handwerk. Am Ende des 12. Jahrhundert gewann der Backsteinbau in Norddeutschland an Bedeutung. Mit den „Gründerjahren“ begann der Bauboom und die Anforderung an eine massenhafte Herstellung von Ziegeln. Das förderte die Entwicklung von Maschinen- und Ofentechnik. Die Ziegelei Hundisburg spiegelt diese Entwicklung wider. Sie wurde 1882 gegründet. Die fast ausschließlich in Handarbeit gefertigten Ziegel wurden im Ringofen gebrannt, bevor 1903 die Einführung der Maschinenarbeit erfolgte. 1938 beendete der Bau des Zickzackofens und der Kammertrocknung die Saisonarbeit. Mit diesem Stand der Technologie wurde bis zur Stilllegung 1990 gearbeitet.

Werkstatt der Ziegelei Hundeisburg

Heute wird den Besuchern eine Ziegelei gezeigt, die die Geschichte des Ziegeleiwesens anschaulich vermittelt. In einer Werkstatt besteht die Möglichkeit kreativ mit Ton zu arbeiten. Und eine Fahrt mit der historischen Feldbahn gehört zum Erlebnis des Ziegeleibesuchs einfach dazu.


Adler-Apotheke in Wolmirstedt
Im Jahr 2005 wurde die Adler-Apotheke in Wolmirstedt –immer am gleichen Standort – 300 Jahre alt. natürliche und synthetische Riechstoffe vorgestellt werden. Das war Anlass, im Jahre 2000 eine pharmazie-historische Sammlung mit gleichzeitigem Seminarraum in die Apotheke zu integrieren. Schon 1997 war im hinteren Bereich des Grundstückes Friedensstraße 56 ein Heilkräutergarten angelegt worden, in dem eine wechselnde Anzahl kultivierter und wildwachsender Arzneipflanzen sowie Eine Besichtigung des Gartens ist jedem im Rahmen „des offenen Tores“, d. h. während der Öffnungszeiten der Apotheke selbstständig möglich. Anderweitige Besichtigungen werden über die Apotheke koordiniert und können auch über www.apotheke-wolmirstedt.de nachgefragt werden. Informationen und Auskünfte werden in der Apotheke gerne gegeben.


Hopfen und Malz, Gott erhalt´s! Wer kennt ihn nicht, den Spruch der alten Braumeister. Und was sie damit meinten, können Sie in der Colbitz-Letzlinger Heide erleben. Die Bierkultur in der Region wird schon seit Jahrhunderten groß geschrieben. Heute existieren noch zwei regionale Brauereien: Die Colbitzer Heidebrauerei GmbH aus Colbitz und die Garley Spezialitätenbrauerei in Gardelegen.

Mehr erfahren kann man über die Garley Brauerei und die Geschichte von Hopfen und Bier in einer ständigen Ausstellung im Stadtmuseum von Gardelegen, denn die Hansestadt war und ist seit ihren Anfängen stark mit der Bierbrautradition verbunden. Im Jahre 1314 erhielt sie das Privileg selbst Braumalz herzustellen, und damit konnte auch mehr Bier gebraut werden. Im 16. Jahrhundert erscheint auch der Name „Garley“ für das Gardelegener Bier, das sogar in hochgelehrten Gedichten gerühmt wird. Um die Jahrhundertwende gab es noch vier nun schon etwas industrialisierte Brauereien, von denen die der Gebrüder Haase in der Sandstraße den Traditionsnamen „Garley-Brauerei“ behielt. Diese Brauerei braut noch heute mitten in der historischen Altstadt ein gutes Bier.

Die Colbitzer Heidebrauerei besteht seit 137 Jahren. In der Gründerzeit 1870-72 wurde eine neue Brauerei errichtet und Friedrich-Christoph Ritter veranlasste, nur noch untergärige Biere herzustellen. Damals starb die handwerkliche Zeit und man begann mit der industriemäßigen Bierherstellung. Somit kann man das Jahr 1872 durchaus als Geburtsjahr der Brauerei ansehen. Das Unternehmen nannte man „Ritterbrauerei“, später „Heidebrauerei Fritz Ritter, Colbitz“. Hergestellt wurden unter anderem Ritterbier, normales Vollbier, Doppelmärzen und Doppel-Märzen-Bock, auch Limonaden und Malzbier. Mit der Zeit verschwanden die obergärigen Biere, wie „Weizenbier blitz blank“ und „Puparsch-Knall“ völlig vom Markt.
Die Brauerei hat mehrere Brunnen bohren lassen, da zur Bierherstellung sechsmal soviel Wasser gebraucht wird, als für das Bier selbst. Bis 1959 blieb die Brauerei in Familienbesitz, danach wurde sie ein Unternehmen mit staatlicher Beteiligung. Am 14.02.1972 wurde das Unternehmen zum VEB Betrieb und vollkommen verstaatlicht. Zu DDR-Zeiten galt das Colbitzer Bier als „Bückware“ und war nur mit guten Beziehungen zu bekommen. Zwei Urenkel Ritters, bemühten sich nach der Wende um die Rückübertragung des Betriebes, die nach Überwindung etlicher Hürden 1991 vonstatten ging. Mit hohem Investitionsaufwand erfolgte eine umfangreiche Modernisierung auf den heutigen Stand der Technik. Heute ist die Brauerei, die nach dem deutschen Reinheitsgebot braut, insbesondere in den regionalen Sportvereinen und auf Kulturveranstaltungen sowie in gastronomischen Einrichtungen als „Heimatbier“ präsent. Weitere Informationen finden Sie unter www.colbitzer-heidebrauerei.de
Abfüllung Colbitzer Heidebrauerei


In direkter Nähe zu Colbitz ist die Spezialitätenbrauerei Eckart aus Lindhorst ein kleiner Geheimtipp. Naturbelassene und handgebraute Biere aus der Colbitz-Letzlinger Heide werden sie begeistern. Lassen Sie sich doch einmal von der Braukunst der kleinen Brauerei bei einer Führung oder einem Braukurs überzeugen.

Auch der Destillerie wird in der Region rund um die Heide nachgegangen. Beispielsweise wird in Flechtingen seit 1901 Alkohol gebrannt. Wolfgang Steege war 30 Jahre Brennmeister in Flechtingen wie schon sein Vater vor ihm. Aus Tradition und Liebe zum Beruf veredelt er jetzt im Familienbetrieb Liköre. Liköre nach seinen Rezepten können Sie im „Flechtinger Likör- und Schokoladenhaus“ verkosten und auch viel Wissenswertes über die Herstellung von Alkohol erfahren. Schokoladenspezialitäten gehören ebenfalls zum Sortiment.

BITTE BEACHTEN: Alle Führungen finden erst ab 10 Personen statt, sollten trotzdem weniger als 10 Personen an Führungen teilnehmen, muss für 10 Personen bezahlt werden.

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